6:6 Unentschieden gegen HC Dillingen/Diefflen

Nervös war man vor dem Speil. Wie stark ist der Gegner? 2 Mal gewonnen, zwar wenig Tore geworfen, aber noch weniger bekommen. Es deutete alles auf eine gute Abwehrarbeit und starke Torfrau hin. Das wurde dann auch bestätigt. Die 1. Halbzeit, wie es wohl noch keiner erlebt hatte. Not gegen Elend im Angriff. 2 Abwehreihen, die standen und dahinter 2 Torfrauen, die das Tor vernagelt hatten. Stark unsere verbesserte Abwehrarbeit. Das Training hat sich gelohnt. Chantal wurde nur 2 Mal geschlagen. Ein Gegenstoß und einmal frei durch am Kreis. Ansonsten hielt sie alles was kam, auch 3 7-Meter. Die wurden uns leider vom Schiedsrichter in Halbzeit eins verwehrt, so dass es mit einem 2:1-Rückstand in die Kabine ging. Es ist kein Druckfehler! 1:2 aus unserer Sicht.

Es gab die nötige Halbzeitpauke. Und... die Mädchen wussten, dass das nix war! Still war es in der Kabine, nur der Trainer sprach (zumindestens bis kurz vor Ende der Pause). Waren es diesmal nicht die Abspielfehler, waren es gehäuft technische Fehler. Fang- und Fußfehler, Stürmerfouls, Schritte und Prellfehler. Es war zum Haareraufen (Gott sei Dank hab ich von denen noch ein Paar). Dennoch der Kampf stimmte. Die Abwehrleistung auch! 3:1 ging der Gastgeber dennoch in Führung. Durch einen Doppelschlag kamen wir wieder ins Geschäft zurück. 3:3. Andrea ging dorthin, wo´s weh tat. Sie versuchte immer wieder Durchbrüche und musste mächtig einstecken. Auch Jessica am Kreis hatte einen schweren Stand. Die massive Abwehr der Dillinger hatte die Hände überall. Andea wurde am Ende mit 2 Toren belohnt. 6:5 für die Gastgeber und noch 2:30 zu spielen. Und wir machen den Ausgleich! 6:6 der nächste Angriff wird abgefangen, noch 60 Sekunden. Auspielen! 8 Sekunden vor Schluss fasst sich Sarah Slabos ein Herz und geht durch die Lücke und wird gefoult. 7-Meter, die Uhr tickt runter, weil sich bei dieser Aktion eine Spielerin der Heimmannschaft verletzte. Schlusspfiff, aber noch 7-Meter. Jessica Heinrich steht alleine am 7-Meter-Punkt, muss aber gut 4 Minuten wegen der Verletzung warten. Alle anderen stehen an der Bank, Arm in Arm und beten. Endlich: Anpfiff, Chick täuscht die Torwartin und trifft leider nur den Innenpfosten. Trauer und Wut bei den St. Johanner Spielerinnen, Freude bei den Gastgebern!

Dennoch, denke ich, wieder ein kleiner Schritt nach vorne. Die Mädchen harmonieren immer besser in der Abwehr und im Angriff läuft es teilweise auch besser.

Es spielten: Chantal Elias, Evelyn Faivre (beide im Tor), Jessica Heinrich (1 Tore), Sarah Slabos, Julia Münster, Alexandra Bos (1), Hanna Weinsheimer, Giulia Berstecher (1), Saskia Klaes (1), Andrea Igel (2) und Marie Nalbach